Dein Bauexperte - mit Tobias Stahl

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00:00:00: Herzlich willkommen zu Dein Bauexperte.

00:00:03: Ich habe heute wieder eine ganz besondere Folge, nämlich Bauexperte trifft und heute darf ich meinen Bruder Philipp interviewen.

00:00:11: Das ist für mich ne ganz besondre Ehre und ne ganz besondere Freude Denn Phillip wird mich ab jetzt in unserem Bauunternehmen unterstützen Und dementsprechend möchte ich euch heute einmal Philip vorstellen.

00:00:24: und da er das selber natürlich viel besser kann Ich werde ihm heute einige Fragen stellen, wer er überhaupt ist.

00:00:30: Was er in den letzten Jahren so gemacht hat?

00:00:33: Warum er sich entschieden hat das Familienunternehmen einzusteigen und was wir in den nächsten Jahren an Veränderungen von ihm erwarten können.

00:00:45: Dein Bauexperte mit Tobias Stahl Alles was du zum Thema Hausbau Sanierung und Nachhaltigkeit wissen musst.

00:00:54: Hallo Philipp schön dass Du da bist.

00:00:55: ja

00:00:56: Schönen Dank für die Einladung.

00:00:57: Freut mich hier zu sein und ein bisschen über die Zukunft zu sprechen.

00:01:02: Sehr, sehr gerne!

00:01:04: Viele kennen ja unseren Familiennamen Stahl.

00:01:06: das ist das was uns verbindet aber noch nicht alle unsere Kunden und alle die das gerade hören können dich wenn du dich mal vorstellen magst wer bist du als Mensch?

00:01:17: Und was sollten unsere Kunden- und Geschäftspartner unbedingt über dich persönlich wissen?

00:01:23: Ja vielleicht Als erstes einmal, ich bin dreidreißig Jahre jung.

00:01:30: Bin hier in Emlichheim aufgewachsen und auch sehr gut verankert.

00:01:36: Hab die Grundschule besucht, die ist Gymnasium... ...und bin dann später das erste Mal im Jahr zwei Tonne neun zum Abitur nach Neun aus auf die Schule gegangen zum Lise-Meidner-Gymnasium.

00:01:52: Und hab dann Ja, anschließend mein Studium an der TU Braunschweig absolviert und bin somit eines von vier Kraftschafterurgesteinen.

00:02:04: Von uns Vieren würde ich sagen also sowohl meine Schwester wie auch meinen anderer Bruder sind wir alle zum studieren einmal aus der Kraftschaft rausgekommen und haben dann wahrscheinlich auch gemerkt dass es hier eigentlich sehr schön ist Und man aufgrund Familie und auch engen Freundeskreis hier sehr gut verwurzelt ist, und auch gerne dann zurückgekommen ist.

00:02:27: Vielleicht noch zu meinen Hobbys oder meiner Freizeit?

00:02:31: Ich bin ein sehr ambitionierter Läufer.

00:02:35: Ich habe den Marathon-Sport für mich gefunden nachdem das Fußball spielen verletzungsbedingt nicht mehr aktuell war und habe jetzt insgesamt sechs Marathons gelaufen.

00:02:49: Und bin jetzt immer mal wieder so einen im Jahr, den ich mir anpeile und genau nebenbei noch als Trainer einer Damenfußballmannschaft der FSG Niedergrafschaft II hier im Ort aktiv.

00:03:07: und auch das ist ein super Superamt was ich mit einem Trainerkollegen zusammen mache, was mir wirklich guter Ausgleich ist und echt Spaß macht!

00:03:16: Uns verbinden so einige Sachen.

00:03:17: Wir haben alle Philipp, ich und auch unser weiterer Bruder Christoph in Braunschweig das Studium angefangen.

00:03:25: wir haben auch beide ist dort abgeschlossen.

00:03:27: Christoph ist dann rüber gewechselt nach Hannover hat dann dort sogar promoviert und so verbindet uns.

00:03:32: dort hat auch die technische Universität in Braun schweig.

00:03:37: Wenn wir da vielleicht weitermachen warum bist du überhaupt Bauingenieur geworden?

00:03:41: gab es einen Moment oder ein Erlebnis bei dem dir klar wurde, ich möchte bauen?

00:03:48: Oder war uns das eigentlich allen als Kind schon in die Wiege gelegt so dass es selbstverständlich war.

00:03:53: Vielleicht ist uns ein Stück in der Wiege geleicht worden aber genau also da ist für mich ein maßgeblicher Zeitpunkt an den ich mich sehr gerne zurück erinnere und zwar ist das der Neubau des Gruppenbaumarktes gewesen.

00:04:07: Ich war zu derzeit noch relativ jung, ich würde behaupten vielleicht vier fünf sechs Jahre alt und bin zusammen mit meinem Opa auf die Baustelle gegangen.

00:04:18: Und er hatte dort

00:04:19: zu tun,

00:04:20: ich hab mich den ganzen Tag unter das Bauschild gesetzt... ...und habe sämtlichen Geräten und Maurern und Bauarbeitern zugeguckt was sie da machen.. ..und war einfach völlig fasziniert davon!

00:04:32: Hab einfach nur permanent zugekuckt und wollte absolut nicht nach Hause.

00:04:38: Ich wollte auf dieser Baustell bleiben und dann war es irgendwann so weit dass unser Opa gesagt hat nein Philipp Wir müssen jetzt Feierabend machen, wir fahren nach Hause.

00:04:46: Und da war ich das erste Mal mit einer Baustelle konfrontiert, wo es mir so wirklich im Sinn geblieben ist und ... Mit der Zeit als man dann älter wurde, als Jugendlicher haben wir oder habe ich auch als Minijobber auf unseren Baustellen gejobbt.

00:05:06: Ich hab auf dem Bauhof die Geräte sauber gemacht, die Autosauber gemacht immer Spaß daran zu sehen, dass mit Geräten etwas umgesetzt wird.

00:05:17: Dass aus kleinen Materialien etwas zusammengefügt wird, woraus etwas wächst und das hat einfach bei mir das Interesse immer weiter geweckt und bestätigt, dass ich in diesem Berufswunsch richtig bin.

00:05:35: Und ja, es hat sich dann so weit gefestigt, für das Studium des Baungenieurwesens beworben habe an der TU Baunschweig und dort dann auch mein Studium absolviert hab.

00:05:47: Also, dass dich fasziniert hat?

00:05:49: Dass man nicht wie früher viel durch Muskelhypothek, durch Kraft, durch Anpacken, durch Schleppen, Krücken etwas erzeugt sondern dass man mit modernen Maschinen halt einfach das Ganze bedeutend einfacher effizienter Rückenschonender machen kann.

00:06:07: also Zeit.

00:06:08: Wir sind ein innovatives Unternehmen und investieren in die Techniken, in die Maschinen so dass wir es unseren Mitarbeitern möglichst einfach machen aber natürlich auch dadurch effizienter und wirtschaftlicher bauen können.

00:06:22: Definitiv!

00:06:24: Unser Vater hat mal gesagt Philipp ist jemand der sich am liebsten selber auf dem Bagger setzt und auch wenn's nur drei Schippen sind selber das Ganze mit einem Bagger eher aushebt, als dass er der Schippe in der Hand nimmt.

00:06:37: Und ja das habe ich dann über die Zeit so gelernt, dass es einfach deutlich ergonomischer ist diese Maschinen zu benutzen und das ist ein Punkt der mir auch sehr wichtig ist, dass wir für die Zukunft gut aufgestellt sind und die Muskelkraft reduzieren und einfach durch gezielten Maschineneinsatz ersetzen.

00:06:58: Ja, das ist ein Punkt, den wir alle natürlich lernen müssen.

00:07:00: So gerne wie man dann immer selber anpackt und sagt, man macht es selbst!

00:07:04: Das geht natürlich in der Position als Geschäftsführer nicht mehr immer selbst aber ich glaube diesen Praxisbezucht zu bewahren.

00:07:11: So wie ich das im Vertrieb mache, wie es du sehr in der Bauleitung machen und hat ganz besoßen im Umgang mit unseren Mitarbeitern auf der Baustelle im Rohbau dass man halt versteht was da überhaupt isst die Arbeitsgänge auch machen könnte, um halt wirklich auf Augenhöhe mit den Menschen zu sprechen und jeden einzelnen Schritt zu optimieren.

00:07:32: So dass es für die Mitarbeiter optimal ist aber natürlich auch immer für die Wirtschaftlichkeit und die Qualität.

00:07:37: Absolut!

00:07:39: Wir gehen jetzt mal einen Schritt weiter.

00:07:40: du warst viele Jahre außerhalb unseres Familienunternehmens tätig.

00:07:43: welche Stationen haben dich beruflich besonders geprägt?

00:07:47: Und welche Erfahrung bringst Du jetzt mit zurück?

00:07:51: Ja das ist Einerseits das Masterstudium gewesen.

00:07:56: An der TU in Braunschweigkammern sich im Master die Vertiefungsrichtung relativ frei wählen,

00:08:04: d.h.,

00:08:05: es waren glaube ich zu meiner Zeit wurden zwanzig Vertiefumsrichtungen angeboten von Infrastruktur, Massivbau, Straßenbau und so weiter und sofort.

00:08:14: Und ich habe mir eine Kombination gewählt, zu dem Zeitpunkt sehr beeindruckt hat.

00:08:24: Und zwar ist das der Infrastrukturbau gewesen, der Massivbau und die Baustofftechnologie.

00:08:32: Das liegt einerseits daran dass ich relativ früh durch das Studium begriffen habe, dass wir in Deutschland eine Infrastruktur haben wo ein sehr hoher Sanierungsbedarf besteht.

00:08:49: Da leben wir jeden Tag auf den Autobahnen und den Bahnstrecken in Deutschland, da ist noch Potenzial.

00:08:54: Absolut!

00:08:56: Nichtsdestotrotz habe ich auch begriffen dass der Massivbau sowohl in der Infrastruktur als auch im Wohnungsbau ein wesentlicher Bestandteil ist.

00:09:08: jede Gründung oder nahezu jede gründung wird aus Beton gegossen.

00:09:12: ob das eine Tiefgründung ist oder eine Flachgründungen die Sohleplatte beim Einfamilienhaus Es ist immer Beton im Spiel.

00:09:20: Das in Kombination mit der Baustofftechnologie hat für mich einen Sinn ergeben und vor allem eine Aufgabe für die Zukunft bedeutet.

00:09:31: Wir haben den Massivbau, der seit Jahrzehnten und Jahrhunderten existiert ausgereizt und weiterentwickelt wurde, sodass wir das als eine sehr solide Bauweise haben.

00:09:47: In der Baustofftechnologie schauen wir noch vorne.

00:09:49: Wir schauen in die Zukunft oder überlegen uns wie können wir diesen Baustopf immer weiter optimieren?

00:09:57: In der Vergangenheit ist es vermutlich häufig die Zugfestigkeit von dem Baustof gewesen.

00:10:03: Heute denken wir eher darüber nach Wie können wir Zement reduzieren um den Baustoff auch in der Ökobilanz und in der Nachhaltigkeit, in ein vernünftiges Licht zu stellen bzw.

00:10:15: eine Alternative zu finden oder den Gehalt zumindest immer weiterzureluzieren um für die kleineren Bauteile, für Häuser, für Gründung einen effizienten aber auch nachhaltigen Baustoffs zu bekommen.

00:10:29: Diese Kombination ist natürlich... Also Infrastruktur, ja ist immer noch viel bedarf.

00:10:35: Das werden wir in Zukunft denke ich nicht machen.

00:10:36: das muss dann jemand anders übernehmen.

00:10:38: aber die Kombination aus massivbau- und Baustofftechnologie ist natürlich auch für uns sehr interessant um dort genau wie du gerade beschrieben hast mit CO² Aber auch mit gewissen anderen Faktoren so dass der Beton, der Mörtel alles immer an die optimalen Klimabedingungen angepasst sind sowohl von der Verarbeitung als auch von den Achtzig bis Hundert Jahren die das Bauwerk dann ab mindestens stehen soll.

00:11:01: Das ist natürlich sehr spannend und deswegen bin ich sehr gespannt, was du dort noch an neuen Einblicken uns in den nächsten Jahren ins Unternehmen einbringst.

00:11:11: Wir schauen jetzt einmal auf die Stationen, die du davor gemacht hast.

00:11:16: Dort warst du ja im großen Bauunternehmen tätig, hast auch Großprojekte dort geleitet bedeutend größer als wir sie dort machen.

00:11:23: Und wenn du uns mal mitnimmst oder mitnennst in drei Geschichten von drei Projekten, die dich besonders bewegt haben.

00:11:32: Wir fangen vielleicht mal an mit dem größten Projekt.

00:11:34: Welches war das größte Bauprojekt, dass du bislang verantwortet hast?

00:11:38: Und was war dabei die größte Herausforderung.

00:11:41: und worauf bist du da vielleicht heute besonders

00:11:43: stolz?

00:11:45: Ja, das ist definitiv ein Bauvorhaben in Löhne gewesen.

00:11:50: Das ist direkt an der Ortsgrenze zu Bad Önhausen also im Nordrhein-Westfalen.

00:11:56: Die Deutsche Bahn hatte seinerzeit dort geplant, eine Brücke zu ersetzen.

00:12:02: Und so wie das bei solchen Großprojekten häufig ist, ist da eine sehr ausgiebige lange Planung im Vorfeld gewesen.

00:12:13: und als dann die Baustelle eingerichtet wurde und die ersten Erkundungen auf der Baustellung ausgeführt wurden war relativ schnell klar dass dort im Untergrund ein Problem mit Wasser herrscht.

00:12:26: dass dieses Problem wurde in der Planungsphase anders bewertet, als es in der Realität dann aufgetreten ist.

00:12:34: Und so kam es dazu, das man sich gesagt hat, es muss eine alternative Lösung gefunden werden.

00:12:40: Zu dem Zeitpunkt haben wir uns überlegt was könnte man machen?

00:12:45: Die Idee war relativ schnell klar, dass man Fertigteile baut, dass wir das Lego-Prinzip ansetzen.

00:12:53: und zwar war der Gedanke Wir bauen außerhalb der Baustelle in unterschiedlichen Fertigteilwerken ganz viele Bauteile, die wir zu einem bestimmten Datum auf die Baustell bringen und dann wirklich Lego spielen.

00:13:08: Lego mit einem ganz großen Kran, mit ganz vielen Menschen und ganz vielen Maschinen!

00:13:14: Dieser Gedanke hat sich dann verfestigt also dass die Deutsche Bahn dann irgendwann im Februar twenty-fünfundzwanzig gesagt hat alles klar macht es bitte.

00:13:25: Dann haben wir sehr viele gute Projektbeteiligte zusammengefunden und diese Lösung erarbeitet.

00:13:34: Die Details besprochen, wir haben die Ausführungsplanung gemacht und das Ganze war ein Zeitraum von sechs Monaten.

00:13:40: Es gab eine Sperrpause also einen Zeitraum wo die Deutsche Bahn eine Strecke sperrt in dem thirty-fünf Tage keinen Zug fährt.

00:13:50: Das war an unsere Randbedingungen, dass wir innerhalb dieser thirty-fünf Tage diese Brücke ersetzen müssen.

00:13:56: Ich hatte gesagt es ist innerstädtisch gewesen.

00:13:58: man kann sich vielleicht vorstellen Es ist nicht wie hier oft auf dem platten Land das einfach ganz viel Flächen drum herum frei waren wo man sich aus oder entfalten konnte sondern es war dicht bebaut.

00:14:09: es gab Nachbarn und es gab natürlich auch Anlieger.

00:14:13: es gab Versorgungsleitungen also sehr viele Dinge die das bauen Zumindest anspruchsvoller gemacht haben und so haben wir dann irgendwann im September begonnen.

00:14:26: Wir haben alle sehr viel Respekt davor gehabt, aber das Wesentliche ist gewesen dass wir regelmäßig die Problemstellungen, die jeder einzelne Projektbeteiligte hatte ernst genommen haben und vor Ort in einem kleinen Kreis besprochen und gelöst haben.

00:14:43: So ist es mit den richtigen Projektbeteiligten möglich gewesen, dass wir diese Situation oder diese ganze Maßnahme umgesetzt haben.

00:14:49: Lange Rede kurzer Sinn!

00:14:51: Wir haben die Maßnahme innerhalb des gesetzten Zeitrahmens fertig bekommen.

00:14:57: Wir konnten zwölf Stunden eher als geplant in Betrieb gehen und das ist das größte Projekt gewesen was ich mit verantwortet habe und es ist im Wesentlichen auch etwas gewesen was einen unleiblich gefordert hat Aber auch im Nachhinein wahnsinnig stolz macht, weil man einfach ein vorher vielleicht nicht realistisch geglaubtes Ziel umgesetzt hat.

00:15:26: Ja sehr spannend!

00:15:27: Was war für dich das schwierigste Projekt?

00:15:29: Jeder Bauleiter kennt ja Projekte bei denen scheinbar alles schief geht.

00:15:33: Welches Projekt hat dich fachlich und persönlich am meisten gefordert?

00:15:37: Und was hast du daraus gelernt?

00:15:39: Das ist wahrscheinlich eine Brücke hier in der näheren Umgebung gewesen, und zwar ist das die Brücke über die Hase im Mappen.

00:15:49: Auch da gab es einen Termin an dem der sogenannte Überbau aufgelegt werden sollte.

00:15:55: Das heißt man muss sich vorstellen dass sind so Stahlträger mit einer dünnen Betonplatte, die aufgesetzt werden und anschließend dann mit einer zusätzlichen Platte ergänzt werden und dann hat man eine schöne Brücke.

00:16:07: Diese Teile haben wir sogar hier vor Ort in Emlichheim erstellt.

00:16:12: Diese Teile mussten dann mit großen Schwerttransportern über die Straße nach Mappen gebracht werden und anschließend aufgelegt werden.

00:16:21: Das Ganze war so angedacht, dass diese Montage von diesen Teilen am fünften Januar erfolgt das heißt direkt nach den Weihnachtsferien in der Winterzeit wo die Bedingungen schon oftmals erschwert sind.

00:16:38: Im Jahr, im Jahr, in dem Jahr, vielleicht erinnern sich einige noch daran.

00:16:45: In diesem Jahr haben wir ein starkes Hochwasserereignis gehabt.

00:16:50: Die Hase stieg und stieg und stieg... Und irgendwann an Weihnachten habe ich mal einen Anruf bekommen nachdem man das ganze medial schon verfolgen konnte was da im Emsland oder auch hier in der Grafschaft los ist dass wir uns doch mal die Baustelle anschauen müssten, weil da würden irgendwelche Dinge in der Hase schwimmen.

00:17:10: Dann bin ich rausgefahren und hab mir das angesehen und gedacht, oh Gott, das wird aber ein spannendes Ereignis, was wir hier vor uns haben.

00:17:16: Zusätzlich dazu gab es zu der Zeit noch so genannten Bauernproteste.

00:17:22: Das heißt Straßen wurden durch Traktoren abgesperrt.

00:17:26: Und ja, wir hatten die Aufgabe am fünften Januar müssen diese Träger dahin.

00:17:31: Das Ganze wurde ... dann durchgeführt, die Träger wurden aufgeladen.

00:17:35: Die Träge fuhren los.

00:17:36: an dem besagten Abend gab es dann netterweise ein Spalier von den Landwirten.

00:17:41: Sie haben also Solidarizät bekundet und haben uns begleitet, die Schwertransporte Und diese Sachen wurden nach Memmenzurbaustelle transportiert.

00:17:52: Manchmal ist das so wenn eine Baustelle anspruchsvoll ist und einige Sachen schief laufen Dann kommt auch alles zusammen.

00:18:00: als die Teile montiert werden sollten ist einer von zwei Kranen ausgefallen.

00:18:06: Das heißt, es ist nicht so ein kleiner Kran gewesen wie man ihn vielleicht aus dem Hausbau kennt einen Turmdrehkran sondern ein großer Autokran, ein siebenhundertfünfzig Tonner.

00:18:17: und dieser Kran war ausgefallen.

00:18:20: Es musste einen Ersatzteil her so schnell wie möglich um die Baustelle wieder auf Vordermann zu bringen um die Arbeiten durchzuführen.

00:18:29: Dann hat der Hersteller alles möglich gemacht, um dieses Teil schnellstmöglich zu uns zu bekommen.

00:18:35: So dass wir letztendlich auch dann nach zwei Tagen Pause diese Träger irgendwann auflegen konnten und die Brücke dann weiter bauen konnten.

00:18:45: das waren sicherlich die ich würde sagen schwierigsten Randbedingungen wie ich in meiner beruflichen Karriere bislang hatte.

00:18:55: Ein großes Projekt, ein Jahrhundert Hochwasser.

00:18:59: Ich weiß noch wie an dem Zeitpunkt unser Opa gesagt hat die Fächte würde einmal alle hundert Jahre über die Ufer gehen und dann bis zum Ortskern dort kommen.

00:19:10: Das ist nicht passiert aber sie ist so hochgestiegen wie Sie haben nie zuvor bei Messergebnissen, die wir seit Jahrzehnten messen dort gestiegen sind.

00:19:21: Ich stand selber auf der anderen Seite und um Silvester also kurz bevor das war wollte über die Fächte.

00:19:27: es war aber keine Chance weil sie war zu dem Zeitpunkt zweieinhalb Meter breit.

00:19:30: Die blaue Brücke dort waren nicht mehr zu sehen Und also auf jeden Fall die Fahrbahn nicht mehr und dementsprechend hat sich das dann erledigt.

00:19:40: Kommen wir zu deinem Herzensprojekt.

00:19:42: gab Es ein Projekt dass dir emotional besonders viel bedeutet hat was du wirklich so als dein Herzensprojekt nennen würdest aus deiner Zeit in dem vorherigen Job.

00:19:53: Ja, es gab eine Zeit.

00:19:56: da war bei einer Submission klar dass wir eine Turnhalle in Dortmund sanieren durften.

00:20:05: das war die Olympia-Halle Helmut Körnig Halle in Dortmund das heißt eine ganz große Sporthalle direkt im Umfeld des Westfalen Stadions.

00:20:15: Für mich als Fan von Borussia Dortmund und als Fußballfan war da natürlich sofort klar, das wäre ein Projekt was ich gerne durchführen würde.

00:20:24: Glücklicherweise durfte ich es dann auch machen und im Prinzip wurde dort der Boden saniert.

00:20:32: Das heißt auch dort ist eine Laufbahnen drin gewesen, eine Bahn mit vielen Sportgeräten und einer Sprunggrube usw.

00:20:41: Die Sachen wurden rausgebaut und anschließend musste ein neuer Beton-Oberfläche gegossen werden.

00:20:48: Weil das nun eine sehr große Sporthalle war, dauert sowas natürlich sehr lange.

00:20:53: Dieses Projekt war nicht im Winter sondern im Sommer was man sich vielleicht im Nachhinein andersrum gewünscht hätte.

00:21:00: aber Dort hatten wir die Erschwernis, dass wir sehr hohe Temperaturen hatten.

00:21:06: Temperaturen an die beziehungsweise über dreißig Grad, sodass wir in eine Situation kamen und uns überlegt haben okay wir müssen eine große Menge Beton verarbeiten das Bedarf entsprechender Vorbereitung.

00:21:18: deshalb fangen wir früh an.

00:21:21: um vier Uhr morgens kamen die ersten Betonmische auf die Baustelle.

00:21:25: der erste Beton wurde eingebaut.

00:21:26: irgendwann kam es zu einem Punkt da ist die Betonpumpe Ausfiel.

00:21:30: Es gab einen sogenannten Stoppfahrt,

00:21:32: d.h.,

00:21:33: in der Stalleitung war Beton, der fest geworden ist und nicht durchkam.

00:21:38: D.h.

00:21:39: es gab eine Unterbrechung.

00:21:41: Was wir fälschlicherweise nicht beachtet hatten, ist, dass das ein Dienstag war.

00:21:48: Ein Champions-League-Dienstag.

00:21:50: Das heißt, Borussia Dortmund hatte ein Heimspiel.

00:21:54: Da diese Baustelle nun mal im direkten Umfeld des Fisfalenstallions war, spätestens ab fünfzehn-sechzehn Uhr werden die Straßen gesperrt.

00:22:04: Es gibt keine Andienung mehr, es gibt keine Logistikmöglichkeiten mehr um Beton zu dieser Baustelle zu bekommen.

00:22:10: So eine Platte aber mittendrin aufzuhören ist manchmal schwierig beziehungsweise nicht der Qualitätsanspruch den man als Bauerfirma hat und deswegen war klar wir müssen Beton auch weiterhin bis zum Ende zur Baustell bekommen.

00:22:27: lange Rede kurzer Sinn.

00:22:29: das Ergebnis war Die Polizei Dortmund hat die letzten Fahrmischer durch die Menschenmengen boxiert bzw.

00:22:38: begleitet, um an die nächste Betonpumpe ranfahren zu können und den letzten Beton einzubauen.

00:22:43: Das heißt wir haben letztendlich Beton mit Begleitschutz bekommen, um diese Maßnahme abschließen zu können.

00:22:50: Und das war sicherlich das Aufregendste was man in der Zeit so mitgemacht hat Und als Dortmund-Fan natürlich auch was Schönes.

00:23:02: Sehr, sehr cool!

00:23:02: Beton mit Mitleidschutz.

00:23:03: Das habe ich auch noch nicht gehört und ich glaube haben wir in unserer Hundertjährigen Filmgeschichte noch nicht gehabt.

00:23:07: also man lernt jeden Tag dazu.

00:23:10: Wir kommen jetzt mal zu dem Wechsel von dem vorherigen Job zum neuen Job bei uns im Unternehmen.

00:23:16: Warum kommst du jetzt ins Familienunternehmen?

00:23:20: Viele werden sich vielleicht fragen, warum gerade jetzt?

00:23:23: Was hat dich überzeugt diesen Schritt zu gehen und gemeinsam mit mir Verantwortung für unser Familienunternehmen zu übernehmen.

00:23:29: Ja also erst mal bedanke ich mich natürlich für diese Möglichkeit überhaupt mit dir zusammen im Unternehmen agieren zu können.

00:23:39: Ich glaube wir haben alle von unseren Vorfahren sehr viel lernen können ob es unser Opa war oder auch unser Vater.

00:23:47: Alle haben die Firma in irgendeiner Weise vorangetrieben und vorangebracht, und auch du hast es bisher schon getan.

00:23:57: Ich habe jetzt einfach meine Erfahrung gesammelt.

00:24:01: Das sind jetzt zehn Jahre gewesen Und ich hab mich einfach Jetzt in der Situation befunden dass sich sage Jetzt ist der Schritt richtig.

00:24:13: Jetzt fühle ich mich bereit, für auch diese andere Aufgabe einen positiven Mehrwert zu geben und das ist sicherlich ein... in einem Punkt dass ich durch Großprojekte Erfahrungen gesammelt habe die man auch etwas herunterbrechen kann und in kleineren Projekten übertragen oder auf kleinere Projekte übertragen kann.

00:24:39: Ich sehe aber auch Einerseits noch die Tradition.

00:24:44: Es ist so, wir sind die vierte Generation und in jeder Generation gab es neue Impulse und wir sind einige Jahre auseinander.

00:24:56: aber nichtsdestotrotz bringt sicherlich jeder auch viele positive Dinge aus seiner Lebensphase oder aus seiner Generation mit Und da sehe ich mich einfach aktuell in der Situation dass ich dort bereit bin um für die Firma einen guten neuen Input zu geben.

00:25:15: Wenn wir da mal einsteigen, was möchtest du konkret einbringen?

00:25:20: beziehungsweise wenn Du auf unser Unternehmen schaust?

00:25:24: Welche Stärken siehst Du bereits jetzt und welche Ideen oder Erfahrungen möchtes Du künftig ergänzen?

00:25:30: Also ich habe ja gerade von dem Projekt berichtet wo wir das Prinzip Lego gemacht haben Und ich habe vorher auch gesagt, dass es sicherlich erschreibenswert ist, das wir die Muskelkraft ein Stück weit ersetzen.

00:25:45: Wenn wir in der Form eine Möglichkeit schaffen können, dass wir bestimmte Arbeitsschritte durch eine Vorfertigung, durch serielles Bauen voranbringen können, ist das sicherlich ergonomisch gesehen aber auch wirtschaftlich gesehen einen Fortschritt den wir bestimmt

00:26:07: gut

00:26:08: umsetzen können.

00:26:10: Ich glaube aber auch, dass wir sicherlich in bestimmten Prozessen noch effizienter werden können, um gegenüber den Kunden und den Endverbrauchern ein Produkt noch besser zu gestalten bzw es zumindest auch für jegliche Lebenssituation finanziell attraktiv gestalten können.

00:26:36: Wir schauen uns einmal in die Zukunft, wenn wir dieses Gespräch in zehn Jahren noch einmal führen würden.

00:26:41: Woran würdest du erkennen dass wir unsere gemeinsame Vision erreicht haben bzw wie soll unser Unternehmen dann aussehen?

00:26:49: Ich glaube wir brauchen gar nicht so viel verändern.

00:26:54: grundsätzlich es ist so das wir hier im Markt unterwegs sind der sehr dynamisch ist der aufgrund von vielen Förderungen sehr schnelllebig ist und wo es immer wichtig ist, dass man am Zahn der Zeit ist.

00:27:13: Es ist sicherlich wichtig, dass wir zu jeglicher Zeit ein wirtschaftliches Haus anbieten können, das wir ein qualitativ hochwertiges Haus an bieten können Ob es das Einfamilienhaus ist, ob es eine Wohnung ist oder ob es ein Stadthaus.

00:27:37: Es ist egal welche Wohnform.

00:27:40: wir müssen für alle Personen und jeden Mitbürger eine Wohnform anbieten die bezahlbar ist.

00:27:49: Ich glaube dass ist die größte Aufgabe in den nächsten Jahren auf uns zukommt Und wenn wir das erreichen dann glaube ich können wir sehr stolz darauf sein, diese große Aufgabe unabhängig von wirtschaftlichen Randbedingungen und Fördermöglichkeiten umzusetzen.

00:28:12: Ich glaube wir sind da auf einem ganz guten Weg.

00:28:14: das Thema bezahlbarer Wohnraum ich habe ja ganz viele Interviews in den letzten Wochen führen dürfen was von jedem Politiker gefordert wird anbieten zu können und dort Lösungen drauf zu haben.

00:28:25: Wir haben unsere Bestseller entwickelt, wir haben an vielen Stellschrauben schon gedreht.

00:28:29: aber wenn du jetzt deine Erfahrungen aus den Großprojekten dort noch mit einbringst und den Blick über den Tellerrand hinaus weil natürlich man dort im eigenen Unternehmen immer nur die eigenen Herausforderung sieht und mit dem Blick von außen glaube ich nochmal Sachen einfach ganz anders gesehen und optimiert werden können bin ich überzeugt dass wir dort eine Lösungen haben, um möglichst vielen Menschen das Eigentum zu schaffen so dass niemand mieten müsste.

00:29:00: Das ist unsere gemeinsame Vision unser Ziel und ich glaube dass wir zu zweiter einfach noch besser daran arbeiten können und noch mehr erreichen können.

00:29:09: Ich komme zum Ende und auch zur letzten Frage Was möchtest du unseren Kunden, Bauinteressierten und Geschäftspartnern mit auf den Weg geben?

00:29:18: Und warum dürfen sie sich darauf freuen dich künftig als Ansprechpartner- und Geschäftsführer kennenzulernen.

00:29:24: Ich habe auf jeden Fall sehr viel Respekt vor dieser Aufgabe.

00:29:29: ich bin als Bauingenieur ausgebildet und dafür natürlich vom Hause her technisch basiert.

00:29:36: aber es ist mir ein großes Anliegen dass ich jetzt auch erstmal einige Projekte selbstständig abwickele und als Bauleiter begleiten werde, um so einerseits die Abläufe zu sehen andererseits aber auch den Kundenkontakt aufzubauen.

00:29:54: Und bin sehr gespannt darauf wie was für Aufgaben auf einen Zukunft?

00:29:59: Was für Ideen von den Kunden gewünscht werden oder als Input kommen und bin letztendlich der Meinung dass wir zusammen sehr viel Kompetenz als Bauunternehmen für bezahlbaren Wohnbauraum, aber auch für Einfamilienhäuser und Wohnungen geben können.

00:30:24: Und ich bin der Meinung dass wir zu zweit einen Mehrwert bieten das wir zuzweit unsere Kräfte bündeln und unsere Kompetenzen und Bin mir sicher dass wir auch in der Zukunft ein sehr guter Baumeister zusammen sind.

00:30:41: Vielen Dank für den Input, für die Einblicke in dein Leben und deine Persönlichkeit aber auch deinen Blick in die Zukunft.

00:30:51: Ich glaube dass das ganz wichtig ist was wir in dem Gespräch schon gesagt haben dass es uns beiden wichtig ist einfach ganz nah an dir als Kundin als Bauinteressenten zu sein und deswegen uns im Vertrieb in der Bauleitung dem Tagesgeschäft eines Bauunternehmens persönlich mit einbringen.

00:31:11: Nicht weil wir es müssten, wir haben so viele gute Mitarbeiter die diese Aufgaben für uns übernehmen können sondern weil es uns einfach wichtig ist deine Herausforderungen Ängste und Probleme wenn du das teuerste was du wahrscheinlich je im Leben bauen kaufen wirst nämlich ein Haus eine Wohnung ein Doppelhaus ein Stadthaus dort eng dran sind und deine Probleme ängste Herausforderung kennen um dich optimal zu beleiten, zu beraten die Lösung zu bieten und diesen Traum von den eigenen vier Wänden auch umsetzen zu können.

00:31:46: Und da glaube ich dass wir durch Dich Philipp jetzt einfach noch eine bessere technische Kompetenz haben ganz besonders im Bereich massiv Baubau-Staff Technologie und alles was dort unsere Produkte im eigentlichen Rohbau betreffen aber natürlich auch der Bereich Großprojekte, wie führe ich die?

00:32:02: Wie führe Ich Menschen?

00:32:04: und so schön wie Du es gesagt hast.

00:32:05: Herausforderungen haben wir alle!

00:32:07: Es geht auch immer mal was schief aber wichtig ist dass man dann eine Lösung findet und das auf Augenhöhe und wertschätzend und das hast du in der Verringerheit bei einem anderen Bauunternehmen dort bewiesen und deswegen freue ich mich sehr dass du nun bei uns einsteigst, mich unterstützt und bin überzeugt dass wir zusammen dort eine gute Zukunft haben und ganz ganz viele tolle Häuser für unsere Kunden vielleicht auch für dich, der du gerade zuhörst dort bauen dürfen.

00:32:33: Vielen Dank!

00:32:37: Dein Bauexperte mit Tobias Stahl Alles was du zum Thema Hausbau, Sanierung und Nachhaltigkeit wissen musst.